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                      Schätzpreisangebot

Die Problematik der Schätzpreisangebote kurz für Sie erklärt:

Kein Text hat in der Ausgangs- und Zielsprache auch nur annähernd identische Zeichenzahlen. Es gibt keine Berechnungsmethode, welche die zu erwartende Zeichenzahl auch nur grob bestimmen könnte, denn die Zeichenzahl hängt u. a. direkt von der Textlänge, der Textart und der Wortwahl ab. Daher kann ein Schätzpreis immer nur ein sehr grober Richtwert für den Endpreis sein.

Um den unterschiedlichen Charakteristika der einzelnen Sprachen Rechnung zu tragen, verwendet man bei der Schätzpreis-Ermittlung sogenannte Expansionsfaktoren.

Diese Methode ist jedoch nur eine Behelfsmethode und bei weitem nicht exakt. Auf den Kunden wirkt sie oft verwirrend und ist nur schwer nachzuprüfen. Für den Kunden stellt sich häufig die Frage, ob man den Text nicht hätte “kürzer fassen” können, um Zeichen einzusparen.

Was sind Expansionsfaktoren?

Expansionsfaktoren sind Umrechnungsfaktoren zur Bestimmung des Textumfangs, um den die fertige Übersetzung voraussichtlich länger sein wird als die Übersetzungsvorlage. Dies beruht auf der Tatsache, dass in manchen Sprachen Sachverhalte mit wenigen Worten ausgedrückt werden können, in anderen Sprachen hingegen viele Worte erforderlich sind, um den gewünschten Sachverhalt korrekt wiederzugeben.

Beispielsweise sind viele romanische Sprachen, wie etwa Italienisch, Spanisch, Französisch, Portugiesisch im Vergleich zum Deutschen deutlich ausschweifender in der Ausdrucksweise - die fertigen Übersetzungen haben somit automatisch erheblich mehr Volumen.

Englische Übersetzungen sind in der Regel kürzer als der deutsche Ausgangstext.

Je nach Sprachenpaar und Übersetzungsrichtung können die Unterschiede im Textumfang zwischen der Textmenge des Ausgangstextes (= Übersetzungsvorlage) und der des Zieltextes (= fertige Übersetzung) zwischen 0 bis über 50 % betragen.

Vor allem bei asiatischen und arabischen Sprachen bringt ein einziges Schriftzeichen meist eine umfangreiche Zeichenkombination bis hin zu ganzen Begriffen zum Ausdruck. Hier ergeben bereits wenige Schriftzeichen einen ganzen Satz in der deutschen Übersetzung (je nach Textart und Fachgebiet ergeben beispielsweise ca. 8 - 10 chinesische Schriftzeichen 1 komplette Normzeile im deutschen Text).

Diese Problematik gilt für alle Sprachen sowohl für die Übersetzung in diese Sprachen als auch für Übersetzungen ins Deutsche!

Nachfolgend eine Tabelle zur Verdeutlichung dieser Problematik (die angegebenen Prozentzahlen sind nur ungefähre Angaben, Sie werden hierzu im Internet zu den einzelnen Sprachen sehr unterschiedliche Angaben finden):

Sprache

Deutsch in diese Sprache

Bulgarisch

10 - 20 %

Dänisch

10 %

Estnisch

0 - 10 %

Finnisch

5 - 15 %

Französisch

20 - 30 %

Griechisch

40 - 50 %

Italienisch

20 - 30 %

Kroatisch

10 %

Lettisch

10 %

Litauisch

10 %

Niederländisch

10 - 15 %

Norwegisch

0 - 10 %

Polnisch

15 - 25 %

Portugiesisch

10 - 20 %

Rumänisch

15 - 25 %

Russisch

10 - 20 %

Serbisch

5 - 10 %

Slowakisch

10 - 20 %

Slowenisch

5 - 15 %

Spanisch

20 - 30 %

Tschechisch

15 - 25 %

Türkisch

20 - 30 %

Ukrainisch

15 - 20 %

Ungarisch

15 - 25 %

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(c) Flitzi-Übersetzungen B. Reinert - letzte Aktualisierung 03.03.2010

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